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SUTHERLAND & TANKWA KAROO

19. AUGUST 2012 – 22. AUGUST 2012

Der Winter im Kapstadt ist in diesem Jahr so kalt und nass wie noch nie. Auch fuer die nächsten Tage wurden Wolken und Regenschauer vorhergesagt.
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Nicht so für die Karoo. Auch wenn die vorhergesagten Temperaturen für die Karoo nicht gerade sommerlich sind, so ist doch zumindest Sonnenschein und blauer Himmel zu erwarten. Wir packen also unsere Sachen zusammen, einige Lebensmittel und natürlich genügend Wein. Die Unterkünfte werden Selfcatering sein. Dann starten wir. Wir fahren über Ceres und dann auf der R356 Richtung Sutherland. Eine Dirt Road, teilweise etwas ausgewaschen aber grundsätzlich ganz gut zu befahren.
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Spätnachmittags erreichen wir Sutherland, ein verschlafenes Karoo Nest. Es ist Sonntag und der Ort erscheint wie ausgestorben. Von unterwegs haben wir ein B&B gebucht. Wir richten uns kurz ein und gehen später zum Abendessen in das “Sutherland Hotel”. Nun ja, es ist der einzige Platz, wo man heute etwas zum Essen bekommen kann. Nicht so wirklich empfehlenswert.
Später am Abend treffen wir uns mit anderen Besuchern zum Stargazing in Sutherland. Ganz nett. Es ist saukalt, nur noch +2 Grad, aber wir sind vorbereitet, haben dicke Jacken, Schals und Mützen mitgebracht. Die Nacht schlafen wir ganz gut. Zum Glück hat unser Zimmer einer Heizung und unsere Betten sind mit Heizdecken ausgestattet.
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Das Frühstück ist okay. Karoo Style – Toast und Eier. Grundsätzlich sind wir von der hochgelobten Karoo Gastfreundschaft hier etwas enttäuscht. Wir sind wohl im falschen B&B abgestiegen und es gibt eben auch in Sutherland Menschen, die vom Tourismus schon etwas verdorben sind.
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Sutherland liegt 1759 m hoch und zu 80 % gibt es hier das ganze Jahr über blauen, oder, viel wichtiger, nachtschwarzen Himmel. Es gibt keine Luftverschmutzung und nur wenig Licht. Einer der besten Standorte der Welt für eine Sternwarte. Nach dem Fruehstück um 10:30 haben wir uns eingebucht fuer eine Besichtigung des Observatoriums (www.saao.ac.za). Das war sehr interessant. Der Guide super nett und mit grossem astronomischen Wissen. Verschiedene Länder wie Südafrika, Deutschland, Polen, Grossbritannien, Japan, USA und Korea haben hier insgesamt 15 Teleskope gebaut.
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Zwischen 2000 und 2005 wurde mit internationalen Partnern das grösste Teleskop mit einem hexagonalen Spiegel von 11 m Durchmesser gebaut – SALT Southern African Large Telescope – wirklich beeindruckend (www.salt.ac.za).
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Nachdem wir dann noch ein paar Lebensmittel in Southerlands einzigem Supermarkt gekauft haben, tanken wir an der einzigen Tankstelle weit und breit, brechen dann auf in Richtung Tankwa Karoo National Park.
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Eine landschaftlich wunderschöne Strecke über mehr oder weniger gut zu fahrenden Dirt Roads.
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Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, es ist noch sehr kalt und Jacky macht unterwegs ihre ersten Erfahrungen mit Schnee. Sie ist sehr skeptisch und es gefällt ihr nicht wirklich, wie ihre kleinen Beinchen bis zum Bauch im Schnee versinken.
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Im Sommer erreichen die Temperaturen hier nicht selten über 40 Grad, ob das wirklich angenehmer ist?
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Am Morgen haben wir uns bereits telefonisch im Park Office angemeldet (www.sanparks.org/parks/tankwa). Wir werden leider nur eine Nacht in den Elandsberg Cottages verbringen und dann eine Nacht im Tankwa Guest House. Die Landschaft ist beeindruckend. Man muss die Weite und Stille mögen und die Einsamkeit aushalten können.
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Die Elandsberg Cottages sind ausserordentlich schön gelegen mit einem herrlichen Blick in die Ebene der Karoo auf das imposante Roggeveld Escarpment am östlichen Horizont. Die Cottages sind sehr ansprechend gebaut und super ausgestattet. Wir haben Holz gekauft und der Kamin wird sogleich von Peter in Gang gesetzt. Wir entzünden die Öllampen und die vielen Kerzen, es ist romantisch warm, wir haben genug zum Abendessen und genug Wein ist auch da, was brauchen wir mehr um uns wohl zu fuehlen. Siehe auch: www.ingrids-welt.de/reise/sa/html/tankwa_elandsberg.html.
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Die Cottages haben keine Elektrizität, aber einen gasbetriebenen Heisswasser-Geyser. Hier gibt es also keine Heizdecken in den Betten, aber schlauerweise haben wir unsere Wärmflaschen mitgenommen. Das Cottage ist für 4 Personen, so haben wir ausreichend Decken - wir schlafen wunderbar.
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Am nächsten Morgen erwartet mich ein excellentes Frühstück. Zum Glück habe ich ja den Breakfast Chef aus dem AMBIENTE mitgenommen. Dann brechen wir auf und begeben uns auf den Elandsberg 4x4 Trial, den Berg hinauf erreichen wir schliesslich den View Point mit einer atemberaubenden Aussicht. Das war es wirklich wert. Den gleichen Weg wieder runter und dann Richtung Gannaga Pass.
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Eine ganz andere Landschaft, wieder wunderschön, wir “klettern” von der Ebene den Weg zum Gannaga Pass hoch, in das Roggeveld Escarpment im Osten des Tankwa Karoo National Park.
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Oben gibt es einen 4x4 Trail, den Watervlei Trail. Auch diesen wollen wir gerne fahren. Die Ausschilderung hier oben ist nicht so toll, aber wir versuchen es. Nachdem wir den vermeintlichen Einstieg gefunden haben, folgen wir einem Weg, Spuren sind nicht wirklich zu sehen. Regen und Schnee der letzten Wochen haben wohl alle Spuren verschwinden lassen und es ist anscheinend lange keiner hier gefahren. Nachdem wir eine ganze Weile gefahren sind wird es uns dann doch etwas zu unsicher, sind wir hier wirklich richtig? Es gibt kaum noch einen Weg zu sehen, geschweige denn irgendwelche Hinweisschilder. Nachdem wir schon diverse Schlammbereiche gemeistert haben, wie gesagt, es hat hier viel geregnet, entscheiden wir uns dann doch umzudrehen, bevor wir ganz verloren gehen in der Weite dieser einsamen Landschaft. Wir fahren also zurück und den Gannaga Pass wieder herunter. Es eröffnet sich ein komplett anderer Blick als beim Herauffahren, einfach nur schön.
Siehe auch: www.ingrids-welt.de/reise/sa/html/tankwa_gannaga.html
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Wie gut, dass ich nicht nur den Breakfast Chef vom AMBIENTE mitgenommen habe, sondern auch einen excellenten 4x4 off road Fahrer. Peter meistert souverän alle off road Strecken, egal ob es steil bergab oder bergauf geht, über Steine oder durch Schlamm, wir kommen überall sicher an.
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Der Tankwa Karoo National Park ist von ursprünglich 26.000 ha in 1986 auf 143.60 0ha in October 2011 angewachsen und er wächst weiter. Seltene Vögel haben hier ihr Zuhause gefunden und auch Gemsbock, Black-Backed Jackel, Red Hartebest, Cape Mountain Zebra und Springbok wurden wieder angesiedelt, Eland und Kudu werden noch folgen. Die Pflanzenwelt der succulent Karoo ist sehr speziell und vielfältig. Der nächtliche Sternenhimmel ist atemberaubend.
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Wir stoppen am Office, geben den Schlüssel vom Elandsberg Cottage ab, kaufen Feuerholz und fahren dann Richtung Tankwa Guest House. Die Lage des Tankwa Guest House ist lange nicht so schön wie die der Elandsberg Cottages. Wir haben aber auch hier einen Blick in die Weite der Landschaft mit den Bergen am Horizont. Das Guest House selber ist im Stil eines alten Forts gebaut, nun ja, eine Renovierung und Modernisierung würde dem Ganzen schon sehr gut tun.
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Bei einem Sundowner geniessen wir den Blick und beobachten, wie sich Landschaft und Himmel im Licht der untergehenden Sonne verfärben. Anschliessend ein leckeres Abendessen und dank unserer Wärmflaschen eine angenehme Nachtruhe.
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Am nächsten Morgen schauen wir uns noch ein bisschen um und fahren dann auf die Hauptstrasse und dann auf der R355 Richtung Ceres. Der Himmel ist blau mit ein paar weissen Wolken, es ist wunderschön zu fahren und die Strecke nach Ceres landschaftlich traumhaft schön. Überraschend viele Blumen sind bereits erblüht. Auch wenn die Flower Season nocht nicht in full swing ist, so können wir uns doch an den vielen bunten Blüten am Wegesrand erfreuen.
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In Ceres machen wir eine Kaffeepause und Peter lässt den Wagen waschen. Fuer unseren Geschmack war der Wagen saudreckig nach all dem schlammigen off-roaden. Laut Preisliste kostet ein verschlammtes Auto R25 extra. Peter zahlt, kein Problem. Dann kommt die Chefin aus ihrem Büro und was passiert? Sie gibt Peter die R25 zurück. Der Wagen sei doch gar nicht so voller Modder, sie hätten schon viel dreckigere Wagen gehabt. Ja, so etwas erlebt man nur in Afrika und wohl nur auf dem Lande…
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Etwas später dann, nahe der N1 gelegen, ein Light Late Lunch auf dem Eaglevlei Wine Estate (www.eaglevlei.com), draussen auf der Terrasse in der warmen Frühlingssonne. Die Küche ist hier durchgehend geöffnet und schon oft sind wir hier eingekehrt. Ein idealer Stop auf dem Rückweg nach Kapstadt.
Gerne geben wir weitere Tips. E-Mail: info@ambiente-guesthouse.com

Sonnige Grüße aus Kapstadt

Eure

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