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VIER TAGE AN DER WEST COAST
24. - 27. JANUAR 2012

Schon oft sind wir von Kapstadt nach Norden die West Coast hochgefahren. Sei es nach Namibia, in die Kalahari, in die Cederberge oder nur bis zu unserem Lieblingsort Paternoster zum Crayfish essen.

Dieses Mal wollen wir wieder Neues entdecken.

Wir sitzen jetzt im Grootvlei Oppidune – "On the Dunes" – im wahrsten Sinne des Wortes auf den Dünen. Nur wenige Meter weiter der türkisfarbene Atlantik, weisser Sandstrand und darüber strahlend blauer Himmel. So lässt es sich aushalten, bei einem leckeren Cappuccino und "Michaels" Panettone.

Aber der Reihe nach!

Dienstag 24. Januar 2012

Gestern nachmittag sind wir im AMBIENTE in Camps Bay zu userem Kurztripp gestartet. Die R27 nach Norden und dann Kaffeepause in Darling. Richtig nett im "The Marmelade Cat" an der Main Road (022-4922515, 082-44892980).

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Die umliegenden Weingueter und "Evita se Perron" haben wir schon früher mal erkundet. Also weiter Richtung Hopefield und dann 16 km Richtung Velddrif und wir erreichen "Kersefontein" (www.kersefontein.co.za – 022-7830850, 083-4541025), eine Farm in the middle of nowhere. Julian Melck ist hier der Gastgeber, Farmer, pig-killer, Flugpilot, Reiter, Pianist und Advocat of the High Court of SA. Er farmt Kühe, Schafe, Pferde und Wildschweine, die an manchen Abenden auch ein leckeres Dinner ergeben.

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Nachdem wir Julian irgendwo auf dem grossen Anwesen gefunden haben, checken wir ein in unser victorianisches Zimmer in den ehemaligen Pferdeställen. Lange ist es her, da wurden hier Pferde gezüchtet. Die Melcks leben hier seit 1744 nun schon in der siebten (!) Generation und beim Abendessen weiss Julian interessante Familiengeschichten zu erzählen.

Vor dem Abendessen gibt es den obglitorischen Pre Dinner Drink in der Bar, der ehemaligen Bäckerei, und wir lernen die anderen Gäste kennen. Zwei ältere Ehepaare aus England und ein französisches Paar auf Honeymoon. Die Franzosen leben jetzt auf Martinique – auch nicht schlecht!

Jacky hat sich so langsam auch an die Hunde, Katzen, Wildschweine, Gänse gewöhnt und ist nur noch damit beschäftigt, das Freundschaftswerben der jungen 5,5 Monate alten Weimaraner Hündin abzuwehren. Ein toller Hund. Peter schliesst sie sofort in sein Herz.

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Dinner dann im Homestead, ein grosser Tisch fuer alle, elegant eingedeckt ein bisschen wie im Museum, mit Julian als Gastgeber. Heute gibt es Beef – sehr lecker. Auch die kleinen Kartoffeln sind super lecker. Julian bekommt sie von seinem Nachbarn und am nächsten Tag zum Abschied bekomme ich eine grosse Tüte geschenkt.

Die Dinner Runde war das reinste Vergnügen. Die Engländer super witzig und Julian ein hervorragender Entertainer. Alle wissen spannende Geschichten zu erzählen. So ist John z.B. der grösste Pferde- und Hundefutterhersteller in UK und Hoflieferant der Queen!

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Nach dem Essen gibt es im Salon, dem Drawingroom, Kaffee, Tee und Brandy und Julian beweist sein Talent am Flügel.

Mittwoch 25. Januar 2012

Nach einem ordentlichen Frühstück haben wir schnell meine Kartoffeln verstaut und uns wieder auf den Weg gemacht. Gerne wollen wir mal mit Monika und Billy wiederkommen, damit Billy und Julian ihre Fliegergeschichten austauschen können.

Ueber Velddrif fahren wir entlang der Küste nach Dwarskersbos und schauen uns kurz an, wo die "C'est la Vie" Self Catering Cottages (www.cestlavie.com) liegen, die kuerzlich als Tipp im House & Leisure vorgestellt wurden. Schöne Lage, aber sonst weit und breit nichts… .

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Weiter ueber Asphalt- und Schotterstrassen bis Elands Baai. Meine Yoga Lehrerin Cheryl (www.sayogasafaris.com) wohnt hier. Als ich sie anrufe teilt sie mir mit, dass sie gerade in Kapstadt ist – also leider kein Treffen mit ihr.

Im nördlichen Teil von Elandsbaai, gleich hinter der Crayfish Factory beim Baboon Point gibt es die dem Meer am nächsten gelegene Höhlenmalerei der Koi San zu bestaunen.

Ansonsten hat Elandsbaai nicht so viel zu bieten, ausser, dass es als Surfer Hotspot gilt. Allerdings ist heute kein einziger zu sehen.

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Wir lunchen in dem recht uncharmanten Elandsbaai Hotel (www.elandsbayhotel.co.za), der einzige Platz hier zum Essen. Aber die Gastfreundschaft und der Blick auf's Meer sind hervorragend. Ja, und hier geniessen wir nun auch unseren ersten wirklich frischen Crayfish auf dieser Tour. Super lecker fuer nur R110 (!), das Glas Wein fuer R10. Ja, wir sind hier auf dem Land und nicht in Camps Bay…

Dann weiter Richtung Lamberts Bay. Sechs Kilometer vor Lamberts Bay erreichen wir Grootvlei Guest Farm (www.grootvleiguestfarm.co.za). Wir checken ein in dem modernen Grootvlei Guest House und werden dann von Edmund zu "Grootvlei on the Dunes" gebracht. Ganz etwas anderes. Rustikaler Beach House Stil oben auf den Sanddünen. Ein fantastischer Blick und das Meer zum Greifen nahe. Auch Jacky fuehlt sich hier sofort wohl. Das ist etwas für lange Strandspaziergänge, Muscheln sammeln und die Seele baumeln lassen.

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Es ist so schön, wir wollen gar nicht wieder weg. Und so bleiben wir den Rest des Tages hier, Marion geht am Strand spazieren, Peter & Jacky machen ein Schläfchen. Nicht einmal zum Abendessen gehen wir weg. In weiser Vorraussicht haben wir ein paar Flaschen Wein mitgebracht und Peter holt Sandwiches und Salat von Isabella's Restaurant in Lamberts Bay. Nichts besonderes, aber wir geniessen unser Abendbrot auf unserer Terrasse am Meer mit herrlichem Sonnenuntergang.

Wir sind die einzigen Gäste. Oppiduin hat vier Zimmer und einen grossen allgemeinen Loungebereich mit grosser Küche. Voll ausgestattet mit allem was man braucht – ideal fuer Selfcatering mit Freunden. Denn wie wir feststellen muessen, sind Lamberts Bay und die Restaurants nicht wirklich attraktiv. Das Restaurant Muisbosskerm (www.muisbosskerm.co.za) gleich nebenan soll ganz interessant sein, war aber geschlossen. Es ist laut Homepage nur geöffnet, wenn mehr als 15 Buchungen vorliegen - sehr enttäuschend.

Überhaupt ist dieser Teil der West Coast nördlich von Velddrif unserer Meinung nach vor allem gemacht fuer Off Roader, Camper und Sebstversorger. Die Landschaft ist nicht ganz so spannend , aber wunderschöne Strände, natürlich alles Naturstrände.

Donnerstag 26. Januar 2012

Das Zimmer war leider nur für eine Nacht frei und als uns dann am nächsten Morgen auch noch Seenebel die Sicht versperrt, entscheiden wir uns nach dem Frühstück weiter zu fahren. Nur das Zimmer 4 ist wirklich schön, die anderen drei Zimmer sind klein und ohne Aussicht. Der Himmel weiss warum das so gebaut wurde. Wie wir von Edmund erfahren, lässt sich das nun auch nicht mehr ändern, denn zwischenzeitlich ist das Gebiet Nature Conservation und kein einziger Stein darf mehr bewegt werden. Überhaupt verwunderlich, dass es je genehmigt wurde…

Doch wohin nun? Zuerst überlegen wir Richtung N7 und Clanwilliam zu fahren und noch eine Nacht im Karukareb Wildernes Reservaat zu bleiben (www.karukareb.co.za). Dort gibt es neben der Karukareb Lodge im African Colonial Style auch fünf Luxury Safari Tents. Aber wir entscheiden uns das ein anderes Mal auszuprobieren, weil wir bestimmt Probleme mit Jacky bekommen würden.

So machen wir einen kleinen Schlenker nach Lamberts Bay und fahren dann mehr oder weniger den gleichen Weg zurueck ueber Elands Baai und Velddrif nach St. Helena Bay und dann wie schon so oft nach Paternoster. Wir lieben es einfach zu sehr! Deon und Gavin vom Paternoster Dunes (www.paternosterdunes.co.za) sind diese Nacht ausgebucht und so werden wir im Ah! Guesthouse (www.ahguesthouse.com) wohnen.

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Doch bevor wir dort einchecken fahren wir direkt zum Voorstrandt Restaurant (022-7522038) um unseren zweiten Crayfish auf dieser Tour zu geniessen. Mhmmmm, sooo lecker! Die Lage, der Blick, hier passt alles.

Wir kommen mit unseren Tischnachbarn ins Gespräch. Michelle und George aus Plettenberg Bay haben ein Haus in Franschhoek und verbringen gerade ein paar Tage in ihrer Wohnung in Langebaan. Super nett, wir haben viel Spass und viel gelacht. Wir leeren unsere Flasche Wein, wir brauchen ja nicht mehr zu fahren.

Danach checken wir dann im Ah! Guest House ein. Es gefällt uns sofort. Wir haben das Downstairs Zimmer, ideal auch fuer Jacky, mit der Terrasse und dem kleinen Garten direkt vor dem Zimmer.

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Wir machen es uns auf der Terrasse gemütlich, haben nette Gespräche mit den anderen Gästen und letztendlich gehen wir auch heute nicht mehr aus zum Dinner. Peter kauft Brot, Kaese und Wein ein und wieder haben wir einen entspannten Abend "zuhause". Normalerweise kocht Arnold abends fuer die Gäste. Leider dürfen wir das heute nicht erleben. Er hat seinen freien Abend. Seine Kochkünste sollen grandios sein und zu den maximal 6 Hausgästen werden auch immer ein paar Reservierungen von ausser Haus Gästen angenommen. Wir kommen sicher wieder (Arnold: 082-4645898, Annalise: 082-7860651, www.ahguesthouse.com)

Freitag 27. Januar 2012

Das Gourmet Frühstück am nächsten Morgen ist sehr lecker, ein kleiner Vorgeschmack auf Arnolds Küche.

Wir verabschieden uns von Annalise und Arnold, machen noch einen langen Strandspaziergang, trinken einen Kaffe/Tee im Gaaitjie Restaurant (022- 7522242), auch sehr nett, und fahren dann ganz gemütlich wieder nach Kapstadt.

Die vier schönen Tage sind viel zu schnell vorbei, aber zum Glück ist es ja nicht weit und wir koennen jederzeit wieder losfahren…

Jeder der unsere Tour nachfahren oder mehr Informationen möchte kann sich natürlich fuer weitere Tipps und Einzelheiten gerne an uns wenden.

Sonnige Grüße aus Kapstadt

Eure

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